Rene Heesen

Rene Heesen


Stv. Fraktionsvorsitzender und Kreistagsabgeordneter für Kempen

Dezember 2018
M D M D F S S
« Sep    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Kategorien


Kreisarchiv. Vision statt Geschichte

Rene HeesenRene Heesen
Kempen hat man momentan eine Vielzahl von Projekten vor sich, welche das Leben in der Stadt über Jahrzehnte prägen werden. Alleine die dringend notwendige Rathaussanierung und der eigentlich sinnvolle Neubau eines zweiten Verwaltungsneubaus werden Unmengen von Planungs- und Finanzkapazitäten benötigen. Da heißt es nach vorne zu schauen und Kempen weiterzuentwickeln, anstatt die „70 Jahre Kreisarchivstadt“ vor sich herzutragen.

Zur Sachfrage:

Bei der Pflichtaufgabe einer Stadt ein Archiv zu unterhalten, geht es zum großen Teil um Akten, Anträge und Genehmigungen. Alles eher unspektakulär. Dass unser Kreisarchiv auch Heimat für besondere Dokumente ist, ist eher die Ausnahme. Die Frage, warum ich als Kempener, vor einer geheimen Abstimmung klar sage, dass ich bei der vorliegenden Angebots- und Aktenlage für einen Stadort in Viersen stimmen werde hat mehrere Sachgründe:
  1. Wir können für einen jetzt in die Wege geleiteten Neubau, welcher bis 2020 fertig gestellt ist, 5,1 millionen Euro Fördermittel verwenden, welche sonst aus unserer eigenen Tasche kommen müssten.
  2. Wir hatten faktisch, nur aus einer Stadt, namentlich Viersen, einen sachlichen Forderungs- und Angebotskatalog mit hinterlegten Beschluss vorliegen. Die Schriftstücke, Resolutionen etc. „argumentierten“ nur mit der Vergangenheit und machten sie so, für eine Zukunftsentscheidung unbrauchbar.
  3. Ist der Zeitraumen schon zum Verfahrensanfang kommuniziert worden. Schon da hätten alle Beteiligten miteinander reden und verhalndeln können und müssen. Oder um es in berühmten Worten auszudrücken: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
  4. Haben wir in Kempen andere Projekte vor uns, welche Grundstücke und Arbeitskraft benötigen. Insbesondere der Platzmangel ist seit Jahren beherrschendes Thema in der Stadt.
  5. In einem neuen modernen Archiv sollte es möglich sein, Dokumente auch via Onlinedatenbank zu suchen, so haben alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis die Möglichkeit an dem Kreisarchiv teilzunehmen.
  6. Ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine solche Arbeitsumgebung, welche keinen berufsgenossenschaftlichen Standarts mehr entspricht, nicht länger zumutbar.
Meine persönliche Meinung zur Stadturkunde ist übrigens, dass diese in keinem Archivschrank liegen, sondern ausgestellt werden sollte. Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir uns diesem Thema bei einem zukünftigen Sanierungsprojekt Rathaus annehmen würden.

Zur Sitzung am 22.09:

Ich fand es befremdlich, dass es ausgerechnet aus einer Fraktion die seit Jahresanfang nur Öl ins Feuer gegossen und mit unausgegorenen Ideen quergeschossen hat, den Antrag auf eine geheime Abstimmung gab.
Es ist unfassbar, dass diese Fraktion sich innerhalb des Rates der Stadt als große Verteidigerin „Kempener Interessen“ hochstilisiert, nachdem sie sehr aggressiv Grefrath als Archivstandort vorschlug. Das ist reiner Populismus und stellt meiner Meinung nach, eine Beleidigung an die Intelligenz der Bürgerinnen und Bürger dar.
Comments 0
There are currently no comments.